Bewegte Innovation

Bewegte Innovation mit Esda Spielbausteinen

 

Die ESDA XXL-Fun-Blocks Spielbaustein Sortimente wurden mit dem Gütesiegel "Bewegte Innovation" vom Institut für Bewegungsbildung & Bewegungsforschung (InBub) ausgezeichnert.

 

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Bewegtes Zuhause – Tipps für einen bewegten Familienalltag

 

Prof. Dr. Harald Lange; Institut für Bewegungsbildung & Bewegungsforschung (InBuB)

Der Alltag von Kindern hat sich in den zurückliegenden Tagen massiv verändert. Sie müssen auf Schule, Freunde und Besuche verzichten und haben nur noch ihre Eltern und gegebenenfalls Geschwister als soziale Kontakte. Auch der Raum, in dem sie leben, spielen und sich bewegen, ist ein anderer als der, der ihnen bislang so vertraut war: Kleiner, begrenzt, reglementiert und wird vorwiegend mit den immer gleichen Bezugspersonen geteilt. Wir werden mit diesen Voraussetzungen noch wochen-, wahrscheinlich sogar monatelang zu tun haben. Das ist selbst für Erwachsene kaum vorstellbar, denn auch wir haben keinerlei Erfahrungen damit.

Nichts desto trotz müssen wir uns arrangieren, gewöhnen und das Beste daraus machen. Eine wahrhaft große Herausforderung, die nach treffender Orientierung und überzeugender Konzeption verlangt. 

 

Der natürliche Spiel- und Bewegungsdrang als Ausgangspunkt wählen

 

Aus pädagogischer Sicht liegt es deshalb nahe das Spiel- und Bewegungsverhalten der Kinder als Ausgangspunkt zu wählen. Wir beobachten dort das Kinder ebenso anpassungsfähig wie kreativ sein können, um ihren natürlichen Spiel- und Bewegungsdrang zu folgen. Sie verstehen es sich von den Bedingungen ihrer jeweiligen Umwelt für ihr Spiel inspirieren zu lassen. Beispielsweise indem sie einen Baum als Balanciergelegenheit, einen Holzklotz als Spieleisenbahn, oder ein Wollknäul als Ball wahrnehmen und einfallsreich nutzen können. Wir können deshalb davon ausgehen, dass es Kindern auch in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation gelingen wird, den begrenzten Raum und die begrenzten Sozialkontakte für ihr Spiel und ihr Bewegen zu nutzen. So etwas gelingt nicht allen Kindern und auch nicht an jedem Tag. Deshalb ergibt sich für Eltern an dieser Stelle die Aufgabe und Herausforderung, treffende Anregungen, Arrangements, Aufgaben und vor allem Spielmaterial und Geräte zur Verfügung zu stellen. Um angesichts der Vielzahl an Möglichkeiten nicht den Überblick zu verlieren, bieten die folgend aufgezählten Thesen pädagogische Orientierung.

 

Zwölf wertvolle Tipps für ein bewegtes Zuhause

 

  • Unterstützen Sie Ihre Kinder beim Spiel mit Alltagsmaterialien aus dem häuslichen Umfeld.
  • Zeigen Sie Wertschätzung und versuchen die Interpretationen der Kinder für ihr Bewegen und Spielen zu verstehen. Zeigen sie durch Nachfragen und Ausprobieren echtes Interesse.
  • Nehmen Sie sich Zeit und spielen Sie gemeinsam mit den Kindern.
  • Räumen Sie den Bestand an vorhandenen Spielen und Spielzeugen in der Wohnung auf und wählen Sie gemeinsam mit den Kindern spannende Spiele aus.
  • Nehmen Sie sich Zeit und vertiefen Sie sich gemeinsam mit den Kindern in das ausgewählte Spiel.
  • Achten Sie auf die Kreationen und Erfindungen der Kinder und denken Sie sich situativ Anregungen und Impulse aus, die dazu führen, dass sich Kinder weiter vertiefen und am Spiel und dem jeweiligen Spielzeug „dran bleiben“.
  • Sichern Sie Ergebnisse, Erlebnisse und Erfahrungen im gemeinsamen Gespräch.
  • (…) und schaffen Sie Erinnerungen, um später bzw. an einem anderen Tag - auf der Basis der bis dahin gesammelten Erfahrungen - weiter zu spielen.
  • Verstehen Sie das Spiel- und Bewegungsinteresse Ihrer Kinder! Welche Themen kommen offenkundig immer gut an? Was können Ihre Kinder gut? Was mögen sie?
  • Suchen Sie nach Wegen auch mal ein anderes Spiel, andere Materialien und andere Themen ins Spiel zu bringen.
  • Weiß jeder in der Familie über die Spielgewohnheiten und -vorlieben der anderen Bescheid? Tauschen Sie sich diesbezüglich immer wieder aus.
  • Sammeln Sie Ihre Erfahrungen und tauschen sie mit anderen Familien, die sich in der gleichen Situation der sozialen und räumlichen Begrenztheit befinden, aus! 

 


 

Prof. Dr. Harald Lange – Institut für Bewegungsbildung & Bewegungsforschung (InBuB)

prof_dr_harald_langeWissenschaftlich habe ich mich mit dem Phänomen menschlichen  "Sich-Bewegens" in individueller sowie sozial-kultureller Hinsicht  befasst. Dabei bildet die Beschäftigung mit dem Zusammenhang zwischen Bewegung und Bildung den Roten Faden meiner Arbeit.